הִגִּ֣ידוּ הַשָּׁמַ֣יִם צִדְק֑וֹ וְרָא֖וּ כָל־הָעַמִּ֣ים כְּבוֹדֽוֹ׃
Ipinahayag ng kalangitan ang Kanyang katuwiran, at nakita ng lahat ng bayan ang Kanyang kaluwalhatian.
Rav Hirsch
V. 18. Dass כבוד in geistiger und sittlicher Potenz das ausdrückt, was כֹבֶד, die Schwere, in materieller Beziehung bedeutet, das es somit das bezeichnet, worin sich der ganze geistige und sittliche Gehalt eines Wesens bekundet und daher, von Gott gebraucht, jede die Wesenheit Gottes verkündende Spur bedeutet, haben wir bereits wiederholt bemerkt. Wiederholt heißt es in der וַיֵרָא כבוד ד׳ :תורה. Wenn demnach Mosche hier um die Gewährung einer Anschauung bittet, die ihm bisher nicht vergönnt war, und die ihm auch, wie die folgenden Verse zeigen, nicht in dem erbetenen Maße, ja, wie es scheint, nicht in der erbetenen Weise gewährt wurde, so muss sich die in dem וירא כבוד ד׳ dem ganzen Volke gewährte Anschauung von der von Mosche hier erbetenen, und ihm nicht einmal ganz gewährten, sehr wesentlich unterscheiden. Es kann dies in dem Grade des Schauens liegen. הֵרָאֶה אל־ heißt eigentlich nur: jemandem sichtbar werden, für jemanden aus der Unsichtbarkeit hervortreten. Schon die leiseste, das Dasein eines Wesens nur andeutende Erscheinung fiele unter diesen Begriff, während ראה את־ ein volles Schauen ausdrückt. Und wenn auch dies ebenfalls vom Volke vorkommt: בקר וראיתם את כבוד ד׳ (Kap. 26, 7), הרואים את כבודי (Bamidbar 14, 22) so bezeichnet doch offenbar כבוד in diesen Stellen nicht eine das Dasein und die Wesenheit Gottes kundtuende Erscheinung, sondern ein seine Allmacht und Fürsorge verkündendes Walten und ראה ist in beiden Stellen weniger ein Sehen, als ein Erfahren; wie dieser Ausdruck in Jesaias wiederholt vorkommt: (35, 2 und 66, 18), ebenso in den Psalmen (97, 6). Jedenfalls lehrt uns V. 20 und 23, daß diese Bitte ein unvermitteltes Schauen des persönlichen Wesens, oder doch ein einem solchen nahekommendes Schauen, wie das Erkennen eines Menschen durch Anblick seines Angesichtes, erstrebte. Es hatte Mosche VV. 12-14 auf Grund der ihm gewordenen neuen Aufgabe das Erkennen der göttlichen Wege in der Einheit ihrer Mannigfaltigkeit erfleht, um aus dieser Erkenntnis der Gotteswege sich die Erkenntnis Gottes zu vermitteln, die ihn zu einer den göttlichen Absichten entsprechenden Weiterführung des Volkes befähigen würde: הוריעני נא את דרכך ואדעך למען אמצא חן בעיניך. Es hatte Gott ihm V. 14 die Gewährung der erflehten Erkenntnis unabhängig von der Voraussetzung zugesagt, auf deren Grund sie Mosche erbitten zu dürfen geglaubt hatte. Es hatte ihm Gott damit eine Bereicherung seiner geistigen Erkenntnisse – es ist dies das eigentlichste חן und חנן (siehe Bereschit 6, 8) – um seiner selbst willen zugesagt, und durfte Mosche daraus die Hoffnung schöpfen, es werde ihm Gott die Gewährung einer dem menschlichen Geiste möglichst hohen Erkenntnis nicht versagen wollen. Er wiederholt daher seine Bitte auf einer erhöhten Stufe. Hatte seine erste Bitte zum Gegenstande: die Erkenntnis der Wege Gottes, um daraus die Erkenntnis Gottes sich zu vermitteln, הודיעני נא את דרכך ואדעך so erhob sich die Erkenntnis seiner Wege sich von selbst ergibt, und zwar die Erkenntnis selbst auf der höheren Stufe einer Intuition: הראני, nicht הודיעני die sich zu jener Erkenntnis wie ראיה zu ידיעה verhält.